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Klimawandel als Verantwortung und Chance

Geschrieben von Isabellenhütte | 06.08.2026, 11:26:21

Drei Fragen an Hendrik Kunz 

Im Nachhaltigkeitsbericht der Isabellenhütte spielt die Verbindung von technologischer Exzellenz und nachhaltigem Handeln eine zentrale Rolle. Wie sich dieser Anspruch im Arbeitsalltag zeigt, beleuchtet unsere Interviewreihe mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Bereichen des Unternehmens. Den Auftakt macht Hendrik Kunz, Head of Facility Management. 

Der Klimawandel gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Welche Verantwortung trägt die Isabellenhütte als produzierendes Unternehmen? 

Als produzierendes Unternehmen sehen wir uns in der Verantwortung, aktiv zum Klimaschutz beizutragen. Unsere Fertigungsprozesse sind energieintensiv und verursachen CO₂-Emissionen. Deshalb verfolgen wir einen klaren Dekarbonisierungspfad: Bis 2030 wollen wir unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2019 auf Netto-Null reduzieren. Dieses Ziel ist fest in unserer Nachhaltigkeitsstrategie verankert und wird durch konkrete Maßnahmen, Investitionen und eine kontinuierliche Erfolgskontrolle begleitet. Wir sind überzeugt, dass wirtschaftlicher Erfolg und verantwortungsvolles Handeln Hand in Hand gehen. 

Welche Maßnahmen sind entscheidend, um dieses Ziel zu erreichen? 

Klimaschutz bedeutet für uns nicht in erster Linie, Energie durch eine andere oder „grünere“ Energieform zu ersetzen. Unser wichtigster Beitrag besteht darin, den Energieverbrauch insgesamt zu reduzieren und Energie einzusparen. Wo Energie benötigt wird, setzen wir auf einen möglichst effizienten Einsatz und die konsequente Vermeidung von Verlusten. Daher legen wir einen besonderen Fokus auf Energieeffizienz, die intensive Nutzung von Abwärme aus unseren Prozessen sowie den kontinuierlichen Ausbau unserer Photovoltaikanlagen zur eigenen Energieerzeugung. 

Nachhaltiger Klimaschutz beginnt dort, wo Energie gar nicht erst verbraucht werden muss. Die Verringerung des Energiebedarfs hat daher für uns höchste Priorität. Gleichzeitig müssen alle Maßnahmen sowohl ökologisch sinnvoll als auch wirtschaftlich tragfähig sein. Nur wenn Verbesserungen dauerhaft Nutzen stiften und unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Bestand haben, können sie langfristig umgesetzt und vom Markt erfolgreich getragen werden. Letztlich muss die Transformation auch für unsere Kunden bezahlbar sein. 

Viele Unternehmen betrachten den Klimawandel vor allem als Risiko. Welche Chancen siehst du für die Isabellenhütte? 

Natürlich bringt der Klimawandel Herausforderungen mit sich. Gleichzeitig eröffnet die Transformation hin zu einer elektrifizierten und energieeffizienten Wirtschaft enorme Chancen. Genau hier setzen unsere Produkte an: Mit unseren Widerständen, Sensoren und Legierungen unterstützen wir die Elektrifizierung von Industrie und Mobilität sowie die effiziente Nutzung elektrischer Energie. Damit helfen wir unseren Kunden, ihre eigenen Klimaziele zu erreichen. Nachhaltigkeit ist für uns daher nicht nur eine Verpflichtung, sondern auch ein Innovations- und Wachstumstreiber. Die Nachfrage nach energieeffizienten und elektrifizierten Lösungen wird weiter steigen und wir wollen diese Entwicklung aktiv mitgestalten. 

             

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