Drei Fragen an Benjamin Medzech und Jörg Sack
Moderne Filtertechnik, regelmäßige Emissionsmessungen und gezielte Maßnahmen beim Lärmschutz: Isabellenhütte setzt am Standort Dillenburg auf ein zertifiziertes Umweltmanagement und kontinuierliche Überwachung. Benjamin Medzech und Jörg Sack erklären, wie das Unternehmen Umweltrisiken minimiert, Anwohner schützt und sich auf künftige Anforderungen vorbereitet.
Umweltschutz ist neben dem Klimawandel eines der größten globalen Probleme – wie begegnet Isabellenhütte diesem Problem am Standort Dillenburg?
Als eines der größeren produzierenden Industrieunternehmen der Region nehmen wir unsere Verantwortung für Umwelt und Gesundheit sehr ernst. Unser Ziel ist es, die lokale Gemeinschaft und die Umwelt bestmöglich zu schützen und nachhaltig zu stärken. Dafür setzen wir auf moderne Filtertechnik, ein ISO-14001-zertifiziertes Umweltmanagementsystem und eine regelmäßige Überwachung unserer Anlagen.
Im Zuge der Neugenehmigung der Schmelzanlage haben wir zudem eine neue Absauganlage mit höherer Schornsteinanlage beschafft. Die Auslegung basiert auf einem Gutachten eines akkreditierten Prüflabors. Damit entspricht die Anlage dem aktuellen Stand der Technik.
Auch beim Lärmschutz haben wir gezielt investiert: Ein Lärmkataster zeigt die relevanten Quellen auf dem Betriebsgelände einschließlich Manderbach. Darauf aufbauend wurden technische Maßnahmen umgesetzt, die den Schutz der Anwohner und der Umgebung in den Nachtstunden verbessert haben. Dadurch konnte eine Verringerung der nächtlichen Geräuscheinwirkungen um insgesamt 10 dB erreicht werden. Das ist ein wichtiger Schritt, denn 10 dB weniger werden vom Menschen etwa als Halbierung der Lautstärke wahrgenommen.
Welche Maßnahmen werden ergriffen, um Risiken zu minimieren?
Wir erfassen, bewerten und überwachen Umweltrisiken regelmäßig – unter anderem durch interne Audits, unabhängige Emissionsmessungen und die kontinuierliche Kontrolle unserer Anlagen. Unser Ansatz ist klar: Der Schutz der Umwelt steht von Beginn an im Mittelpunkt unserer Planungs- und Entscheidungsprozesse.
Das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 legt dafür klare Prozesse und Verantwortlichkeiten fest. Gleichzeitig wird das Lärmkataster aktualisiert, damit wir möglichen Handlungsbedarf frühzeitig erkennen.
Was sind wichtige Themen für die Zukunft und welche Chancen bringen die Maßnahmen mit sich?
Auch künftig liegt der Fokus auf dem Schutz der Umwelt sowie der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Maßnahmen: durch moderne Emissionsminderungstechnologien, optimierte Produktionsprozesse und regelmäßige Überprüfungen.
Ein wichtiges Thema sind die neuen EU-Vorgaben zur Emission von Schwermetallstäuben, die ab 2029 gelten. Daran arbeiten wir bereits heute, um die Anforderungen zuverlässig zu erfüllen.
Für uns bieten die Maßnahmen gleich mehrere Chancen: Sie stärken das Vertrauen von Mitarbeitenden, Anwohnern, Kunden und Behörden, sichern unseren Standort langfristig und unterstützen unsere Nachhaltigkeitsziele. Für uns ist klar: Nachhaltiges Wirtschaften und technologische Exzellenz gehören untrennbar zusammen.
Hier finden Sie weitere Informationen zu unserem Nachhaltigkeits-Engagement: